Es war einmal, weit weg in Japan, da saß ein armer junger Künstler allein inseinem kleinen Haus und wartete auf sein Abendessen. Seine Haushälterinwar zum Markt gegangen, und er seufzte und dachte an all die Dinge, die sieihm wohl mitbringen würde. Er erwartete jeden Moment, dass sie herbeieilen,sich verbeugen und ihren kleinen Korb öffnen würde, um ihm zu zeigen, wieklug sie mit ihren wenigen Pfennigen umgegangen war. Er hörte ihre Schritteund sprang auf. Er war sehr hungrig!Doch die Haushälterin zögerte an der Tür, und der Korb blieb geschlossen.?Kommt her!', rief er, ?was ist in dem Korb?' Die Haushälterin zitterte undhielt den Korb fest in beiden Händen. ?Mir scheint, Herr', sagte sie, ?wir sindhier sehr einsam.' Ihr faltiges Gesicht wirkte demütig und eigensinnig.?Einsam!', sagte der Künstler. ?Das sollte ich mir denken! Wie können wirGäste empfangen, wenn wir ihnen nichts zu bieten haben? Es ist so lange her,dass ich Reiskuchen gegessen habe, dass ich vergessen habe, wie sieschmecken!' Und er seufzte erneut, denn er liebte Reiskuchen, Teigtaschenund kleine Kuchen mit süßer Bohnenpaste. Er liebte Tee, serviert in feinenPorzellantassen...